Aktuell

Wir schaffen neuen Wohnraum in Oberstedten

Doppelhaus in der Friedrichstraße 

Vermietung ab November 2019

Im Sommer 2018 haben wir mit dem Bau eines Doppelhauses in der Friedrichstraße 6a/6b begonnen. Das Gebäude liegt zentral in Oberstedten mit nur kurzen Wegen zum REWE-Supermarkt, zur Apotheke, zu Bäckern, zur Bushaltestelle und zu verschiedenen Gaststätten. Die beiden Haushälften bieten viel Platz für Familien. Auch für ein Homeoffice ist genug Raum vorhanden.

 

Ansicht von Norden (Straßenseite) 
Ansicht von Süden (Gartenseite)

Weitere Informationen für Mietinteressenten können hier heruntergeladen werden:

Heißer Rekordsommer 2018 gefährdet junge Bäumchen

Gegen den Trockenheitsstress hilft nur: Wässern, wässern, wässern

Oktober 2018

Die extrem lange Trockenheitsperiode im Rekordsommer 2018 hat den im November 2017 frisch gesetzten Apfelbäumchen schwer zugesetzt. Sie zeigten Trockenheitsstress in den jungen Trieben. Deshalb wurde noch mehr Wasser auf die Pflanzfläche gefahren und jedes Bäumchen alle 14 Tage gewässert. Landwirt Grohmann aus der Nachbarschaft hat die Bäume zusätzlich mit seinem großen Wasserwagen gewässert und uns sehr geholfen. Vielen Dank dafür! Dadurch haben sich alle Bäume erholt und frische grüne Triebe gebildet. Nur unser Sorgenkind, der "Ausbacher Roter",  ist in weiten Teilen vertrocknet und hat nur noch einen frischen Ast und zwar ausgerechnet der Ast, der als Ansitzplatz eines Greifvogels Schädigungen an der Rinde hat. Der Baum ist aber eventuell von einer Krankheit befallen, weil auch die Rinde am Stamm abblättert. Mal sehen, ob er im kommenden Frühjahr wieder austreibt. Falls nicht, muss er ersetzt werden.

Der "Hartapfel" hatte schon seine ersten Blüten mit zwei Äpfeln. Mitte September wurden seine Blätter schlagartig braun und trocken. Ob es doch noch Trockenheitsauswirkungen sind oder Wühlmäuse? Aber an den Ästen zeigt er gut versorgte Knospen, die für das nächste Jahr angelegt sind. Also auch hier gilt:  abwarten!      

Die Bäumchen werden im heißen Sommer 2018 regelmäßig gewässert 
Nach regelmäßigem Wässern: Frische Blättchen
Brutröhre für einen Steinkauz

Ein guter Freund hat handwerklich und ökologisch fachgerecht eine Brutröhre für einen Steinkauz gebaut und uns für die Baumfläche geschenkt. Die Brutröhre wurde auf einen der Altbäume am Rand der Fläche befestigt. Die Brutröhre hat alle wichtigen Merkmale für eine erfolgreiche Nutzung durch den Steinkauz und auch einen s-förmigen Eingang als Marderschutz. Sie hat ihren Platz mit dem Eingang zum Stamm hin in Richtung Osten auf einem geeigneten fast waagrechen Hauptast eines alten Baumes gefunden, der ungestört weiter entfernt vom Weg steht. In der Nähe gibt es noch eine weitere Röhre, was die Nutzungswahrscheinlichkeit durch einen Steinkauz erhöht, denn 2 bis 3 Brutröhren pro Revier sind ideal. Eine dient der Jungenaufzucht, eine als Beutedepot.  Demnächst wollen wir noch Fledermauskästen in den alten Bäumen am Rand der Fläche aufhängen.   

Gut angewachsen!

Apfelbäume und Speierling treiben nach dem langen Winter aus und werden Lieblingsplatz für Greifvögel

Ein Besuch auf der Streuobstwiese im April 2018

Die Pflanzaktion im November 2017 zur Erneuerung einer alten Streuobstwiese war erfolgreich, denn die Bäumchen zeigen schwellende Knospen und erste Blättchen. Nur der "Kloppenheimer Streifling" zeigt noch keinen Austrieb und macht uns etwas Sorgen. Wegen der momentan sehr warmen Apriltage mit fast 25 Grad Temperatur werden wir die Bäumchen zur Sicherheit ein paar Mal wässern. Um die Wurzel herum ist bei einigen Bäumen im Winter die Erde vom Regen dichter nach unten gespült worden, wodurch oben Erde fehlt. Hier haben wir Pflanzerde von oben nachgefüllt und eingeschlämmt. Die Wurzeln und der Fuß des Baums sind jetzt wieder fest umschlossen und Lücken im klumpigen Lehm gefüllt. 

Unser Opa Fritz, der schon vor mehr als einem halben Jahrhundert Apfelbäume pflanzte, hat uns mit seiner großen Erfahrung darauf aufmerksam gemacht, dass  einige Baumpfähle zu weit in die kleinen Kronen hineinragen, was zu Scheuerschäden an den bald austreibenden Ästchen führen kann. Deshalb haben wir diese Baumpfähle gekürzt und die Stämmchen dann neu befestigt.  

Stefan kürzt Baumpfähle
Freie Baumkrone
Erste Blättchen

Raubvögel oder Eulen suchen sich manchmal bestimmte Bäumchen als Lieblingsplatz aus, um auf Mäuse-Beute zu lauern. Dabei werden aber die waagrechten Ästchen beschädigt, auf denen sie sich immer wieder setzen und festkrallen. Auf dem "Ausbacher Roter" scheint nachts ein Käuzchen zu sitzen, die es bei uns häufiger gibt. Hier müssen wir weitere "Ansitzstangen" für die Greifvögel an den Baumpfählen anbringen, die den Vögeln auch einen besseren Sitz und Überblick bieten. So können wir dafür sorgen, dass die Wühlmäuse nicht überhand nehmen und unter der Erde die Wurzeln der Bäumchen abfressen.   

Greifvogelspuren und deutliche Beschädigungen an der Rinde des "Ausbacher Roter" - Ist hier in der Nacht der Lieblingsplatz eines eines Käuzchens oder eines anderen  Raubvogels?  
Ansitzstange als neuer Sitzplatz für Käutzchen
Auch der Speierling treibt kräftig aus und fühlt sich an seinem Platz wohl. Wir sind froh, dass die Pflanzaktion auf der Streuobstwiese im November 2017 so erfolgreich war.  

Ein "Sorbus domestica" für die neue Streuobstwiese

Vorstand des Geschichts- und Kulturkreises Oberstedten spendet und pflanzt einen seltenen Speierling 

Eine Pflanzaktion am 18. November 2017

Bei der weiter unten beschriebenen großen Pflanzaktion zur Wiederbelebung einer alten Streuobstwiese in Oberstedten am Häuserweg ("Oberstedtens Streuobstwiesen bekommen Zuwachs") waren auch Vorstandsmitglieder des Geschichts- und Kulturkreises Oberstedten vor Ort, um sich über die Aktion zu informieren. Spontan schlug der Vorsitzende Dittmar vor, dass der Geschichts- und Kulturkreis einen in unserer Gegend sehr selten gewordenen Speierling als Ergänzung für die neue Streuobstwiese spenden sollte. Der Initiator der Pflanzaktion Eufinger von der RIS-Wagner Grundstücksgemeinschaft war gleich bereit, sich bei den Baumschulen nach einem geeigneten "Sorbus domestica" (Speierling) umzusehen.  

Der Speierling wurde immer schon gerne beim Keltern als Zugabe in den Apfelwein gegeben. Der Speierling ist aber kein Apfelbaum, sondern eine Ebereschenart, die kleine birnen- oder apfelförmige Früchte bildet. Diese Früchte müssen noch vor der Reife geerntet werden und enthalten dann sehr viele Gerbstoffe, die den Apfelwein klären, ihn haltbarer machen und ihm ein Aroma geben, das von vielen Apfelweinexperten sehr geschätzt wird. Der Baum ist in den letzten Jahren mit dem Rückgang der Streuobstwiesen immer seltener geworden. Vom Förderkreis Speierling gibt es eine interessante Internetseite mit einem herunterladbaren Buch über den Speierling und seine Geschichte (>>Speierling-Buch). 

Herr Peselmann von der Bad Homburger Baumschule bot verschiedene Exemplare an, von denen ein etwa 3 m hoher Baum im Container gut zu den gepflanzten alten hessischen Apfelsorten auf der Wiese passte. Der Mitarbeiter von Herrn Peselmann schnitt den Baum fachgerecht pflanzfertig zu.

Samstags um 11.00 Uhr trafen sich Dr. Heinrichs und Herr Mengel vom Vorstand des Vereins mit Eufinger Senior und Junior auf der Pflanzfläche. Das notwendige Material lag bereit und bei schönem Wetter war schnell das Pflanzloch ausgehoben, die Baumpfähle eingeschlagen, der Wühlmausschutz um die Wurzel gelegt und der Baum mit Pflanzerde gepflanzt und angegossen.  Nach dem Anstreichen des Stamms mit Baumschutzfarbe und der Fixierung des neuen Speierlings an den Baumpfählen war es geschafft.  Wie es die Tradition will, wurde der neue Baum an seinem Platz in guter Oberstedter Erde von den Pflanzern auch mit einem Gläschen Calvados "begossen".

Noch lange wurde über alte Apfelweinkultur und die Geschichte der Obsterzeugung in Oberstedten im letzten Jahrhundert gesprochen. Dabei waren auch die früher in Oberstedten so zahlreich vorhandenen Mirabellen-Bäume ein Thema, denn auch diese Obstbäume findet man in unserem Ort leider immer seltener.

Wir danken dem Geschichts- und Kulturkreis Oberstedten für die tolle Idee und die Spende eines Speierlings "Sorbus domestica", der auf der Streuobstwiese in Oberstedten eine schöne neue Heimat gefunden hat.

Vor der Pflanzung des Speierlings steht zuerst das schweißtreibende Ausheben der Pflanzgrube.
Da steht er fest in Oberstedter Erde, der neue Speierling, der die Streuobstwiese vortrefflich ergänzt. Die Herren Mengel, Dr. Heinrichs und Eufinger haben gut geschafft.

Oberstedtens Streuobstwiesen bekommen Zuwachs

Apfelweinkultur und alte Obstbaumtradition

Eine gemeinsame Pflanzaktion am 4. November 2017

Streuobstwiesen prägten schon seit vielen Generationen Oberstedtens Kulturlandschaft. Sie sind die traditionelle Form des heimischen Obstbaus. Ihr Ertrag ermöglichte es einst den Oberstedtern, das oft karge Nahrungsangebot mit selbst erzeugten Nahrungsmitteln und Apfelwein zu ergänzen.

Für die kommerzielle Obstproduktion sind Streuobstwiesen ein Auslaufmodell. Aber sie verbinden auch heute noch ideal die Belange der Menschen mit denen unserer Natur.

  • Streuobstwiesen produzieren gesundes frisches Obst,
  • sind wichtiger Rückzugsraum für viele Pflanzen- und Tierarten,
  • prägen das Orts- und Landschaftsbild,
  • sind Naherholungsgebiet für die Menschen
  • und wirken klimatisch ausgleichend.

Deshalb haben wir im November 2017 eine alte Streuobstfläche wiederbelebt. Dabei wurden freie Flächen, wo früher Hochstämme die Streuobstwiese füllten, wieder mit alten und fast vergessenen hessischen Apfelsorten neu bepflanzt.

Hier standen früher viele Hochstamm-Apfelbäume. Durch 20 Neupflanzungen entsteht hier wieder eine Streuobstwiese.
Früher wuchsen hier schöne Kelteräpfel für den beliebten Apfelwein des bekannten Traditionslokals "Tante Anna".
Aber auch alte Sorten Tafeläpfel werden gepflanzt, weil Menschen mit Allergien sie besser vertragen als Supermarktäpfel.
Hessische Lokalsorten

Kaum jemand kennt noch Apfelsorten wie Siebenschläfer, Metzrenette, Spitzrabau oder Gacksapfel

Seit 2003 ruft der Pomologen-Verein Hessen  jährlich seltene und fast vergessene Apfelsorten zur Hessischen Lokalsorte des Jahres aus. In Zusammenarbeit mit Baumschulen werden alte Sorten nachgezogen und angeboten. Die meisten alten Apfelsorten wurden uns von Herrn Peselmann von der Bad Homburger Baumschule besorgt.

Gepflanzt wurden die Sorten Anhalter, Gestreifter Matapfel, Ditzels Rosenapfel, Heuchelheimer Schneeapfel, Dorheimer Streifling, Kloppenheimer Streifling, Gacksapfel, Ausbacher Roter, Körler Edelapfel, Hartapfel, Metzrenette, Spitzrabau, Siebenschläfer und Weilburger.

Die alten Sorten, die vom Pomologen-Verein Hessen empfohlen werden, haben wir mit einigen Apfelbaumsorten ergänzt, die es früher in Oberstedten häufig gab und hier heute kaum noch zu finden sind: Kaiser Wilhelm, Trierer Weinapfel, Rheinischer Bohnapfel, Gelber Edelapfel und Jakob Lebel

Am 4.11.2017 begannen am frühen Morgen die Pflanzarbeiten. Vier Generationen aus unseren Familien, vom Opa bis zu den Urenkeln, waren bei den Arbeiten oder bei der  Vorbereitung dabei. Zusätzlich kamen Oberstedter Naturfreunde und  Apfelweinfreunde dazu, um zu helfen. Manche der Helfer waren uns vorher unbekannt und beeindruckten uns um so mehr mit ihrem sehr engagierten Einsatz.

Pflanzlöcher ausheben mit dem Minibagger
Baumpfähle setzen
Drahtkorb gegen die Wühlmäuse um die Wurzel legen

Auch einige Oberstedter Politiker kamen vorbei, weil sie von der Aktion gehört hatten und die Idee unterstützen wollten, die Oberstedter Streuobstflächen wieder zu beleben. Sogar Bürgermeister Brum kam zur Streuobstfläche, informierte sich vor Ort über die Aktion und zeigte sich beeindruckt von den vielen helfenden Händen. 

Besuch aus dem Oberstedter Ortsbeirat und dem Geschichts- und Kulturkreis
Bürgermeister Brum war auch auf die Wiese gekommen und informierte sich vor Ort über das Projekt.
Kleine Stärkung mit heißem Apfelwein und einem Blech frischem Apfelkuchen für die Gäste.

Mit den vielen helfenden Händen gingen die Arbeiten schnell voran und bis zum Mittag waren schon 12 Bäume gesetzt. Alle bekamen einen Wühlmausschutz aus unverzinktem Hasendraht um die Wurzel, eine gründliche Einschlämmung mit Pflanzerde und Mutterboden, eine Handvoll Hornspäne und nach Auffüllen des Planzlochs einen Gießring.  Zum Schluss wurden die Bäumchen mit breiten elastischen Bändern an die beiden Baumpfähle fixiert, damit sie stabil stehen und besser anwachsen können.

Infos an interessierte Gäste zum Pflanzen der alten Apfelsorte "Anhalter".
Viele Apfelbäume sind schon gepflanzt und fixiert.
Lagebesprechung der drei Projektleiter der Familien Eufinger und Englisch.

Weil auch das Wetter mitspielte, kamen die Arbeiten durch die vielen Hände schnell voran. Wer fleißig arbeitet, muss auch ein ordentliches Mittagessen auf der Pflanzfläche bekommen. Heiße Fleischwurst mit frischem Brot und Mett-Brötchen kamen da gerade recht, um sich für die restlichen Arbeiten zu stärken.

Mittagsverpflegung für alle fleißigen Helferinnen und Helfer. 
Das Essen schmeckte noch besser, weil schon viel geschafft worden war.
Zeit für Gespräche über fachgerechtes Pflanzen von Apfelbäumen. 

Nach dem Mittagessen wurden die restlichen Bäume in kurzer Zeit gepflanzt, denn alle Helferinnen und Helfer hatten jetzt schon genug Übung. Die Pflanzlöcher wurden kräftig eingeschlämmt und mit Hilfe des Minibaggers und mit Schaufeln gleichmäßig geschlossen. Entspannender ging es zu, als dann mit weißer Baumschutzfarbe die empfindlichen Stämmchen angepinselt wurden, um sie gegen Aufplatzen der dünnen Rinde bei extremen Temperaturunterschieden zu schützen. Besonders im Februar ist es nachts oft frostig und tagsüber brennt schon die Sonne mit etwas Kraft auf die Rinde, wodurch ein winterlicher "Sonnenbrand" mit Haarrissen in der feinen Stammrinde droht, in die Schädlinge eindringen können. Das wird durch die Stammschutzfarbe verhindert. 

Mit elastischen Fixierbändern wurden dann die letzten Bäume an den beiden Baumpfählen befestigt. Das ging schneller als mit Kordel und stresst die Rinde durch weniger Reibung und Druck nicht so sehr. Durch die Fixierung werden die Bäumchen bei Wind nicht so sehr bewegt und wachsen im Wurzelbereich besser an. Dann bekamen alle Bäume noch einen Wassergießrand kreisrund um den Wurzelbereich aufgeschüttet. Für den nächsten Tag war schon ein starker Novemberregen angekündigt. Schneller als geplant waren schon um 16.00 Uhr alle Bäume perfekt gepflanzt.

Die letzten Bäume kommen an ihren neuen Platz. 
Schließen und Begradigen der Pflanzlöcher. 
Schutzanstrich für die noch empfindlichen Stämmchen mit Baumschutzfarbe. 
Alle Apfelbäume sind gepflanzt und an den Baumpfählen befestigt. 
Marcel und Stefan kümmerten sich um die Gießringe um den Wurzelbereich.
Letzter Pfahl, gespendet vom Besitzer eines Nachbargrundstücks.

Vier Generationen der Familie, vom Opa bis zu den Urenkeln,  waren an der Planung und Ausführung der Pflanzaktion beteiligt. Natürlich wurden die kleinen Helfer auch schon mit der faszinierenden Technik der beteiligten Maschinen vertraut gemacht. Einige Tage später wurde um die Stämme zwischen die Baumpfähle eine zylinderförmige Drahthose als Verbissschutz gegen Kaninchen und Rehe befestigt. 

Den vielen helfenden Händen beim Pflanzen und den Unterstützern im Vorfeld bei der Besorgung der Bäume sei ganz herzlich gedankt, auch den interessierten Apfelwein- und Naturfreunden sowie den Politikern und Vereinsvertretern, die uns durch ihren Besuch vor Ort moralisch unterstützt haben. Wir hoffen, dass es noch weitere ähnliche Aktionen im Oberstedter Feld gibt.

Der Nachwuchs der vierten Generation durfte mit Papa Traktor fahren... 
        ...und auch mal den faszinierenden Minibagger ausprobieren.     
"Drahthosen" als Verbissschutz. Jetzt können die Bäumchen gut geschützt in bester Oberstedter Erde anwachsen.
Fotos: Oldhaber/Eufinger/Englisch/Heinrichs

Nachpflanzung von Obstbäumen am Parkplatz am Ortseingang

Eine kleine Pflanzaktion im Oktober 2016

Die meisten Bäume auf Streuobstwiesen wurden von unseren Großvätern gepflanzt und sind schon ein dreiviertel Jahrhundert alt. Leider wurden kaum neue Bäume nachgepflanzt. Da wir heute noch von den Bäumen unserer Großväter ernten, ist es eine Generationenpflicht, Nachpflanzungen für die kommenden Generationen durchzuführen. Auch der anfangs höhere Pflegeaufwand muss geleistet werden. Ein gut gepflegter Apfelhochstamm kann bis zu 100 Jahre, ein Birnbaum sogar 200 Jahre alt werden. Nachpflanzungen sind uns auch aus ökologischen Gründen und Landschaftsschutzgründen wichtig. 

Ende Oktober 2016 haben wir eine Baumpflanzaktion mit verschiedenen heimischen kleineren Obstbäumen durchgeführt. Unsere Männer aus zwei Generationen haben dabei zusammengearbeitet. Die Pflanzlöcher mussten tief ausgehoben und der fette "Steeder Lahme" (Lehmboden) mit guter Pflanzerde verbessert und aufgelockert werden. Im Pflanzloch wurde ein Schutz für den Ballen gegen die Wühlmäuse gesetzt. Pflanzstäbe sichern die jungen Bäume gegen Umknicken oder Lockern der Wurzeln bei stürmischem Wind.

Gepflanzt wurden zwei Apfelbäume mit Tafeläpfeln, ein Vereinsdechant-Birnbaum, eine Birnenquitte, eine Bühler Zwetschge und eine Schwarzkirsche. Ein paar leckere Kuchen, Gelee und Konfitüre für gemütliche Nachmittage sind damit wieder gesichert und der ökologische Wert des Flurstücks verbessert.  

Vorbereitungen
Wühlmausschutz
Pflanzerde füllen 
Anbinden 

Als nächste Aktion soll eine alte Streuobtswiese mit neuen Hochstämmen verjüngt werden. Dabei suchten wir nach sehr alten Apfelsorten, die nicht in Vergessenheit geraten sollen. Diese sehr alten Apfelsorten der Streuobstwiesen sind als Tafeläpfel für manche Menschen verträglicher als die modernen Neuzüchtungen.

Wir suchten Baumschulen, die alte hessische Apfelsorten anbieten. Besonders interessierten wir uns für die vom Pomologen-Verein als "alte hessische Apfelsorten des Jahres" ausgezeichneten Sorten. Herr Peselemann von den Bad Homburger Baumschulen unterstützte uns dabei sehr engagiert. Anfang November 2017 wurden 20 Bäume in eine alte Streuobstwiese gepflanzt, wo früher viele Hochstämme standen (siehe Bericht oben).